05.01.2004
Epiphanias – „unseres Herrn Christi Tauftag“
Eine Epiphaniaspredigt von Martin Luther mit einem Kommentar von Heinz Janssen
Das höchste, vornehmste und tröstlichste Stück, von dem man an diesem Fest predigen soll, ist die Offenbarung, die am Jordan bei der Taufe Christi geschehen ist. Und ich wollte, daß man diesen Tag unseres Herrn Christi Tauftag nennte oder das Fest, an dem der Herr getauft und am Jordan offenbart worden ist, da er dreißig Jahre alt war.
30.12.2003
Glaube und Anfechtung – Oder: Wie sich Christen im Leiden um Christi willen verhalten sollen
Eine Predigt von Martin Luther zum 2. Sonntag nach dem Christfest mit einem Kommentar von Heinz Janssen
Wenn der Glaube anfängt, so unterlässt es Gott nicht, er schickt uns das heilige Kreuz zu, dass es uns stärke und den Glauben in uns kräftig mache. Das heilige Evangelium ist ein kräftig Wort. Deshalb kann es nicht zur Wirkung kommen ohne Anfechtung, und niemand wird es gewahr, daß es eine solche Kraft hat, als wer es schmeckt. Wo Leiden und Kreuz ist, da kann es seine Kraft beweisen und üben. Es ist ein Wort des Lebens, darum muß es alle seine Kraft im Sterben üben.
30.12.2003
„Und, bist Du nur da und atmest oder hast Du das Leben?“
Das Kratzen einer Feder auf Pergament ist zu hören. Schnell, exakt und direkt. Jeder Strich, der seinen Weg auf das Pergament findet, ist vorher wohl überlegt und gut bedacht. Nichts geschieht hier aus purem Zufall oder aus Versehen. Gewissheit und Klarheit sind am Werk. Doch Klarheit braucht Zeit!
30.12.2003
„Geboren in Bethlehem – geboren in mir“
Die Kunst, sich in Gott zu verlieben
Die für diesen ersten Sonntag im neuen Jahr ausgesuchten Verse aus dem 1. Johannesbrief können leicht überlesen werden. Aber sie haben es in sich. Hier wird eine Botschaft artikuliert, ohne die Weihnachten für uns leer bleibt. Hören wir gut hin: „Und das ist das Zeugnis, dass uns Gott das ewige Leben gegeben hat, und dieses Leben ist in seinem Sohn. Wer den Sohn hat, der hat das Leben; wer den Sohn nicht hat, der hat das Leben nicht.
27.12.2003
Unter den Forderungen des Neuen Jahres, doch gehen wir auch nicht ganz mit leeren Händen hinein
Gedanken über ein Gebet von Sören Kierkegaard
Wieder ist ein Jahr vergangen, lieber himmlischer Vater… Die Anrede ist einfach. Aber wieviel liegt in dem kleinen Wörtchen: Wieder.
Nicht zum ersten Mal, nein, wieder, ist ein Jahr vergangen. Die Länge der Zeit wird uns bewusst. Wieder waren es 365 Tage. Wieder war uns viel Zeit geschenkt. Von diesem Jahr, das wie schon so viele andere hinter uns liegt, heißt es nun: Wir danken dir, daß es zur Zeit der Gnade gelegt ward und erschrecken nicht davor, daß es auch zur Rechenschaft vorgelegt werden soll; denn wir vertrauen auf deine Barmherzigkeit.
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