25.03.2010
Schwere Tugend Demut
Kann man demütig leben, ohne unter die Räder zu kommen?
Was ist Demut? Eine christliche Tugend, sagt man… Demut ist eine schwere Tugend. Wie soll das möglich sein in einer Welt, die harte Kerle verlangt und taffe Frauen? Kann man da noch demütig leben, ohne unter die Räder zu kommen?
18.03.2010
Jesus ganz menschlich
Leuchtzeichen durch die Zeiten bis in unser Leben heute
Welches Jesusbild wird uns in diesem kleinen Abschnitt aus dem Hebräerbrief vor Augen gemalt? Das Bild, welches wir in der Passionszeit erwarten, in der wir das Leiden und Sterben Jesu bedenken – ein geduldig leidender Jesus? Aber hier ist es ein bittender und flehender Jesus, ein Jesus, der “Bitten und Flehen mit lautem Schreien und mit Tränen” vor Gott bringt. Jesus ganz menschlich, nichts Menschliches war ihm fremd
11.03.2010
Verwundet, aber stark
Befreiende Macht des Trostes
Zwei unterhalten sich miteinander. Sie kennen einander gut. Sagt er: „Ich habe eine scheußliche Geschichte in meinem Kopf“. Antwortet sie: „Erzähl sie mir!“, und stellt sich auf das Schlimmste ein. Aber dann erschrickt sie doch sehr. Was sie hört, ist die Geschichte einer Vergewaltigung. Sie endet wie solche Geschichten enden: Mit Tränen, mit der verzweifelten Einsamkeit des Opfers, mit der Erfahrung einer Angst machenden Ohnmacht.
02.03.2010
Gottes geliebte Kinder
Getaufte üben stets, aus der Liebe Gottes zu leben
Diesen Abschnitt aus dem Epheserbrief höre ich immer gerne, weil er sehr anschaulich das Leben getaufter Menschen beschreibt. Aus diesen Worten spricht Wärme und Geborgenheit, Zuversicht und Wohl für unser alltägliches Leben. Genau diese Qualität des Lebens suchen und brauchen wir alle. Und doch: Auf der anderen Seite, wenn ich diese Worte lese, zucke ich zusammen und spüre deutlich den Stachel, der in ihnen liegt. Sind wir das wirklich? – Menschen, die sich nicht verführen lassen, die nicht dem Geld und der Ehre nachhängen, die ihre Zunge im Zaum haben, und die Worte, die sie sprechen, wohl abwägen, so dass keine Lüge, keine Häme, keine falsche Unterstellung, keine billige Polemik aus ihnen spricht?
23.02.2010
Hoffnung
Hoffende Menschen geben sich nicht einfach mit dem zufrieden, was ist
Wer kann sich im tiefsten Winter, bei starken Minusgraden und einem tagelang verhangenen Himmel vorstellen, dass wir wenige Monate später keinen dicken Mantel und schwere Kleidung mehr brauchen werden, weil die Sonne vom Himmel brennt und wir in den heißen Temperaturen nach Erfrischung dürsten und jedes Kleidungsstück einfach zuviel ist? Wer kann sich ausmalen, wenn er mit einem gebrochenen Bein mühsam durch die Gegend humpelt, dass er einmal wieder fröhlich springen und hüpfen wird, so als ob nichts gewesen wäre? Wer mag nur annähernd daran denken, dass Dinge, die im zwischenmenschlichen Bereich gerade zu Bruch gegangen sind, wieder heil werden und in neuem Glanz erscheinen können?
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