15.04.2003
Karfreitag: Gott hat aus dem Schlimmsten das Beste gemacht
Liebe Gemeinde,
der Karfreitag gibt uns einen zweifachen Blick frei. Wir sehen die Welt. Wir sehen die Welt so wie sie ist. Und wir sehen Gott. Wir sehen Gott so wie er ist.
Beides wird uns heute besonders vor Augen geführt. Und wenn wir denn beides vor Augen haben, dann werden wir merken, dass Gott aus dem Schlimmsten, nämlich dem Tod eines Menschen, das Beste für uns Menschen gemacht hat.
14.04.2003
Gottes Dienst
Liebe Gemeinde!
Unter Fußpflegedienstleistungen, wie sie inzwischen in fast allen Orten angeboten werden, konnte ich mir lange Zeit nichts vorstellen. Was für ein Geschäft, dachte ich, andern die Füße waschen. Aber was macht man nicht alles für Geld. Du gehst da jedenfalls nicht hin, sagte ich mir. Es wäre mir in der Tat peinlich, mir von anderen meine Füße waschen zu lassen. Und wäre das nicht ein Eingriff in meinen Intimbereich? Nein, meine Füße wasche und pflege ich mir lieber selbst.
08.04.2003
„Alle Welt läuft ihm nach“
Liebe Gemeinde!
Eine Stadt mit vielen Menschen in einer Festvorbereitung. Ein Stadttor, durch welches der Weg zu den Menschen und in die Stadt führt. Eine unglaubliche Nachricht hat sich dort ausgebreitet.
Es gibt einen Menschen, der Tote auferwecken kann und auf dem Weg in die Stadt ist. Aufregung. Wer ist er? Ein Magier, ein Arzt, ein Gottgesandter, der erwartete Messias, der König?
01.04.2003
Vom Herrschen und vom Dienen
„Und als das die Zehn hörten, wurden sie unwillig über Jakobus und Johannes.“
Ich soll die erste Szene ausleuchten. Im Drehbuch habe ich das Wort „unwillig“ angestrichen. Unser Regisseur ruft die Zehn auf die Bühne. Behende springen sie in den Lichtkegel, albern noch herum. Wie sollen sie sich stellen? Wie sich geben? Der Regisseur fragt: Wie seht ihr aus, wenn ihr irritiert seid? Ich richte das Licht auf die Gesichter. Aufgerissene, grosse Augen – Augen, die zusammengekniffen werden; hochgezogene Brauen – gerunzelte Stirne; gepresste Münder – und Münder, denen ein „O“ entschlüpft.
01.04.2003
Lass dich nicht vom Bösen überwinden
Liebe Gemeinde!
“Lass dich nicht vom Bösen überwinden, sondern überwinde das Böse mit Gutem”. Dieser Aufruf des Apostels Paulus hat bis heute nichts an Aktualität eingebüßt, dies können wir in diesen vom Krieg im Irak überschatteten Tagen ganz besonders erkennen. Das Böse – es beschäftigt uns, wir werden damit im persönlichen und öffentlichen Lebensbereich auch sonst fast täglich konfrontiert
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