27.07.2004
Einander gelten lassen
Wir kennen diese Worte recht gut. Sie sind auch unserm Empfinden von Gerechtigkeit überaus nahe, denn wir gebrauchen ein Sprichwort und eine bildhafte Anweisung, die Gedanken aus dem Schriftwort aufnehmen. Da hören wir: “Wer im Glashaus sitzt, soll nicht mit Steinen werfen”, und wir verstehen: Gib acht, wenn du zu kritisieren anfängst, es könnte sich gegen dich kehren.
20.07.2004
Dass unsere Gemeinden wie damals Geborgenheit vermitteln…
Liebe Gemeinde,
das Heft, das ich hier in Händen halte, hat einen Anfang, der 150 Jahre lang Menschen in Angst und Schrecken versetzt hat – anderen hat er Mut gemacht. Es ist das „Manifest der Kommunistischen Partei“, das Karl Marx und Friedrich Engels 1848 veröffentlichten. Und der von mir angesprochene erste Satz lautet: „Ein Gespenst geht um in Europa – das Gespenst des Kommunismus“. Es ging den beiden, Marx und Engels, darum, das Privateigentum abzuschaffen, das Privateigentum an Land, an den Fabriken und im Handel. Niemandem sollte etwas gehören und allen alles.
13.07.2004
Sterben, um leben zu können?
Liebe Gemeinde,
zu den ganz alltäglichen, ja routinemäßigen – und doch sehr schönen
und beglückenden Arbeitsabläufen für einen Pastor gehört diese Art von Telefonat, meistens eine junge Frauenstimme am andern Ende der Leitung: „Unser Kind ist jetzt vier Monate alt, und wir wollten es nun taufen lassen, da bin ich bei ihnen doch richtig?“
06.07.2004
„Das Leben ist kurz, darum nehmt euch Zeit“
Liebe Gemeinde!
Was erwarten Sie von der Kirche? Die Juden zur Zeit des Paulus erwarteten von Gott Wundertaten, Krafterweise von bestimmten auserwählten Leuten. Die Griechen wollten kluge, weise Reden hören. Daran erfreuten sie sich, da strömten sie hin, auf den Areopag in Athen, der so eine Art Speaker’s Corner des Altertums war. Und eigentlich ist es heute noch genauso: Wo Wundertaten versprochen werden, wo Weisheit vermittelt wird (Poona in den 70iger Jahren), da strömen die Menschen hin. Und ein bißchen von dem allen haben wir ja in der Kirche auch.
06.07.2004
„Das Wort vom Kreuz“
Liebe Gemeinde,
„Nimm hin das Zeichen des Kreuzes. Du gehörst Christus, dem Auferstandenen.“ So wurde es gerade eben den Täuflingen zugesprochen. Das Zeichen des Kreuzes, ein Längs- und ein Querbalken: Es gibt wohl kaum ein anderes Symbol, das solch zwiespältige Gefühle auslöst. Der Streit um das Kruzifix-Urteil hat das noch einmal deutlich gemacht.
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- Pastor i.R. Heinz Rußmann: In leuchtenden Farben malt der Seher Johannes den auferstandenen Jesus Christus. Mit...
- ph. ran: Naaman wollte nur eins: seinen eigenen Vorteil, seine Heilung sich erkaufen mit Geld. Der Prophet Elisa war...
- Heiko Singer: Mir gefällt an dieser Predigt besonders der Teil II, der das Kreuz in den Mittelpunkt stellt und dessen...
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