Impuls veröffentlicht am 08.05.2009 von Heinz Janssen

Das neue Lied der Hoffnung – Zum Sonntag Kantate

“Singet dem Herrn ein neues Lied, denn er tut Wunder.”
Psalm 98,1

Ein Aufruf zum Singen begleitet uns durch die kommende Woche. Ein neues Lied sollen wir anstimmen. Ein neues Lied, was heißt das? Es kann bedeuten, jeden Tag mit seiner eigenen Melodie anzunehmen. An guten Tagen frohe Lieder, in Momenten des Glücks einen spontanen dankbaren Jubel erklingen lassen. Ist es ein dunkler Tag für mich, findet auch mein Klagelied wie ein Ruf aus der Not ein offenes Ohr bei Gott. Welch eine Kraft können Lieder haben! Mit ihnen geben wir unseren persönlichen Lebenserfahrungen, den Gefühlen und erlebten Wundern besonderen Ausdruck. „Doppelt betet, wer singt“ (Martin Luther).

Das neue Lied will die leidvollen Erfahrungen in unserem Leben nie übertönen.

Ein neues Lied singen heißt, auf die Melodie und den Rhythmus der verschiedenen Lebenssituationen achten und die eigene Stimme mit einbringen. Heute sind es vielleicht leichte und fröhliche Töne, morgen klagende oder schrille, nach Aufmerksamkeit verlangende. Das neue Lied will die leidvollen Erfahrungen in unserem Leben nie übertönen. Unsere vielfältigen und zuweilen dissonanten Lebensmelodien müssen wir nicht in Einklang mit dem neuen Lied bringen. Aber es nimmt den traurigen und bedrängenden Melodien ihre Mächtigkeit. Denn es weiß von den Wundern, die Gott wirkte, als er Israel aus der Knechtschaft in das Gelobte Land und Jesus von Nazareth aus dem Tod ins österliche Leben führte.

Es kommt die Zeit, da du wieder in das neue Lied der Hoffnung gegen das alte Lied des ewigen Zweifelns miteinstimmen kannst.

Wie klingt dein Lied? – Wenn du in deiner augenblicklichen Lebenssituation keinen Ton herausbringst, dann lass dich von den Liedern anderer Menschen mittragen, sie besingen auch heute und in Zukunft den aus aller Not rettenden Gott. Es kommt die Zeit, da du wieder in das neue Lied der Hoffnung gegen das alte Lied des ewigen Zweifelns miteinstimmen kannst. Trotz aller tobenden Wasser und gefährlichen Strömungen, die laut tönen und tosen, bleiben das Vertrauen und die Hoffnung auf Gott der „Tenor“, die „tragende“ Stimme im großen weltweiten Chor. Ihm, dem Gott-für-uns, lobsingen wir durch Jesus Christus in der Kraft des Heiligen Geistes und freuen uns an seinen Wundern.

 

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Kommentare
  • Pastor i.R. Heinz Rußmann: Nicht nur klug und weise, sondern sehr lebendig und nahe an der Erfahrungen der Jüngeren...
  • Pastor i.R. Heinz Rußmann: In leuchtenden Farben malt der Seher Johannes den auferstandenen Jesus Christus. Mit...
  • ph. ran: Naaman wollte nur eins: seinen eigenen Vorteil, seine Heilung sich erkaufen mit Geld. Der Prophet Elisa war...
  • Heiko Singer: Mir gefällt an dieser Predigt besonders der Teil II, der das Kreuz in den Mittelpunkt stellt und dessen...
  • Pastor i.R. Heinz Rußmann: Die Herabsetzug aller bedeutenden Instanzen durch den Apostel Paulus und ihre Umkehrung...
 
 
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